1020 Minuten Minsk

1020 Minuten Minsk  –  Rettungsaktion für Petro Poroschenko
Ausgerechnet als der Flughafen von Donezk von den Belagerungstruppen des Kiewer Regimes freigekämpft war, und die östlichen Aufständischen aus den Trümmern des wochenlang erbittert umkämpften, in sich zusammengesackten Gebäudes heraus in die Offensive gingen, dämmerte es dem kerneuropäischen Staatschef – Duo Hollande und Merkel, dass es um ihren hart umworbenen EU – Assoziierungskandidaten Poroschenko und seine Rest – Ukraine nicht gut stand. Da musste dringend eine westlich inspirierte diplomatische Großoffensive gegensteuern, zumal aus den USA bereits ernsthafte Debatten um die Lieferung von Kriegswaffen über den Großen Teich drängten. Die Frage war nur noch, ob unmittelbar tödliche Waffen wie Panzerabwehr, Artillerie und Raketen oder „non – lethal weapons“, also Radaranlagen, Nachtsichtgeräte und anderes Gefechtsführungs – Equipment, vielleicht in ein paar sanitätsdienliche Ballen Verbandszeug verpackt. Das würde den offenen Eintritt der USA in den Krieg an der Ostflanke der NATO bedeuten.
1020 Minuten MinskObama stand unter Druck, den Forderungen nach Forcierung des Krieges nachzugeben, die Kerneuropäer unter dem Druck der osteuropäischen, US – orientierten baltischen Länder und Polens, die in der Ukraine – Frage der jeweils scharfmacherischsten Lösung zuneigen, wenn es nur gegen Russland geht. Da konnten sich Deutschland und Frankreich bequem als Friedensmächte ins Spiel bringen, ohne dass ihnen Ölzweige oder Erdgasschleier aus der Frisur gefallen wären. Angela Merkel gab die Friedensfürstin par excellence, sekundiert vom Verhandlungskünstler Steinmeier, und lehnte sich an den Charlie – gebeutelten Hollande, um ihr Gewicht auf das Doppelte zu erhöhen. Schließlich galt es gegen den Darth Vader Putin einiges in die Waagschale zu werfen, der für alles, was in der Ostukraine geschieht, verantwortlich gemacht wird, gerade so als wäre er es gewesen, der nach dem faschistischen Februarputsch die russische Sprache verbieten hätte wollen, um einen billigen Vorwand zu haben den Donbass, ja mehr noch ein imaginäres Neurussland, an sich zu reißen. Man schreckte nicht einmal davor zurück, ihm den MH 17 – Abschuss zu unterstellen.
Da es aber nun mal die Faschisten in der aus dem Maidan emporgeschossenen Kiewer Regierung waren, die mit aller Gewalt das Land politisch spalten und gegen Russland in Stellung bringen wollten, und der Westen ursächlich für den Konflikt verantwortlich war, indem er die bankrotte Oligarchen-Ukraine vor die knallharte Alternative stellte, entweder mit der EU-Anbindung seine Schulden los zu werden oder aber über die eurasische Zollunion weiterhin Handel mit Russland treiben zu können, half nur die schwärzeste Schwarzweißmalerei: Da drüben der despotische Zar Wladimir Wladimirowitsch, hier die paradiesischen Harfen-Dreiklänge: Grenzenlose Freiheit, kapitaler Wohlstand und hochgerüsteter Frieden unter den Fittichen von EU und bald auch NATO. Schon vorab funktioniert die Ukraine als eisernes Bollwerk zur rechtswidrigen Abwehr von Flüchtlingen; diese werden illegal nach Osten zurück verfrachtet, um sie daran zu hindern, einen Asylantrag in EU-Staaten stellen zu können. Spezial – Gefängnisse dafür werden von der EU bereits mit Millionenbeträgen finanziert.


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